Die passende Plattform wählen: PC, PlayStation, Xbox und Nintendo im Alltagsvergleich
Worin sich die vier Plattformen im täglichen Gebrauch unterscheiden – und welche Fragen vor dem Kauf wirklich zählen.
Was die Entscheidung wirklich bestimmt
Wer zum ersten Mal vor dieser Wahl steht, sucht meist nach der stärksten Maschine. Im Alltag entscheidet jedoch etwas anderes: wo gespielt wird, wie viele Personen mitspielen, wie lang eine übliche Sitzung ausfällt und welche Geräte bereits im Haushalt stehen. Dazu kommt eine Regel, die jede weitere Überlegung prägt: Ein Spiel ist an seine Plattform gebunden. Eine Disc für PlayStation 4 läuft nicht auf einer Xbox, ein Modul für Nintendo 3DS nicht auf einer Switch. Wer die Plattform wechselt, beginnt die Sammlung praktisch von vorn.
Der zweite bestimmende Punkt sind die Spielreihen, die es nur an einer Stelle gibt. God of War: Ascension erscheint ausschließlich für PlayStation, Forza Horizon ausschließlich für Xbox, Animal Crossing ausschließlich für Nintendo-Geräte. Sehr viele Kaufentscheidungen hängen am Ende an zwei oder drei Titeln, die jemand unbedingt spielen möchte. Es lohnt sich daher, zuerst eine kleine Wunschliste zu schreiben und erst danach auf die Geräte zu schauen.
Der Blick ins Sortiment zeigt außerdem, wie lang solche Entscheidungen nachwirken. Es reicht vom Super Nintendo aus dem Jahr 1992 bis zu aktuellen Switch-Titeln. Eine Plattform bleibt in vielen Haushalten sieben bis zehn Jahre in Betrieb, die Spielesammlung meist noch länger.
PC: viele Einstellmöglichkeiten, aber auch mehr Eigenverantwortung
Der PC ist kein einheitliches Gerät, sondern eine Bandbreite. Derselbe Titel läuft auf einem sieben Jahre alten Bürorechner in niedriger Auflösung und auf einer aktuellen Maschine in hoher Detailstufe. Genau deshalb müssen Sie vor jedem Kauf die Systemanforderungen lesen: Prozessor, Arbeitsspeicher – üblich sind heute 8 bis 16 GB – und vor allem die Grafikkarte. Ein Titel wie Dark Souls III von 2016 stellt an einen Rechner der letzten Jahre keine hohen Ansprüche mehr, während ein Titel von 2024 denselben Rechner überfordern kann.
Im Gegenzug bekommen Sie Freiheiten, die eine Konsole nicht bietet: Auflösung, Bildwiederholrate und Detailstufen sind einzeln regelbar, Tastatur und Maus arbeiten bei Strategie- und Rollenspielen genauer als ein Controller, und der Mehrspielerbetrieb über das Internet kostet in der Regel keine laufende Gebühr. Die Preisspanne im PC-Bereich unseres Sortiments reicht von rund 16 € für kleinere Produktionen wie MirrorMoon EP bis über 60 € für aufwendigere Titel.
Die Kehrseite ist der Aufwand. Treiber, Speicherplatz und gelegentliche Fehlersuche gehören dazu. Wer abends einschalten und in zwei Minuten spielen möchte, ohne sich mit Einstellungen zu befassen, ist mit einer Konsole ruhiger unterwegs.
PlayStation und Xbox: zwei ähnliche Wege zum Fernseher
Beide Systeme verfolgen dasselbe Grundprinzip: feste Hardware, ein Controller, Anschluss an den Fernseher. Weil alle Geräte einer Generation identisch sind, entwickeln die Studios genau für diese Konfiguration – Einstellungen entfallen fast vollständig. In der Bedienung nehmen sich PlayStation und Xbox wenig. Die Unterschiede liegen in der Auswahl. Die PlayStation-Seite ist stark bei erzählenden Einzelspieler-Titeln, sichtbar an Reihen wie God of War oder an Eigenproduktionen wie Dreams. Die Xbox-Seite punktet bei Rennspielen wie Forza Horizon und bei jährlich erscheinenden Sportreihen, etwa NHL 21 oder UFC 4.
Ein Punkt, der Einsteiger regelmäßig überrascht, ist die Abwärtskompatibilität. Eine Xbox One spielt eine ganze Reihe alter Xbox-360-Discs ab, eine PlayStation 4 kann mit PlayStation-3-Discs dagegen nichts anfangen. Wer also bereits eine Sammlung besitzt, sollte diese Frage vor dem Kauf klären. Gebrauchte Geräte wie eine PlayStation 4 Pro mit 1 TB Festplatte bleiben deshalb interessant: Sie sind die einzige bequeme Möglichkeit, die Spiele ihrer eigenen Generation weiter zu nutzen.
Zu berücksichtigen sind außerdem die laufenden Kosten. Für den Mehrspielerbetrieb über das Internet verlangen beide Hersteller eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, die je nach Laufzeit im Bereich mehrerer Euro pro Monat liegt. Wer nur allein spielt, benötigt sie nicht.
Nintendo: eigene Reihen und der Wechsel zwischen Hand und Fernseher
Nintendo setzt andere Schwerpunkte. Die Technik ist schwächer als bei den Mitbewerbern, die Spiele sind aber genau darauf zugeschnitten, und der gemeinsame Betrieb im Wohnzimmer steht im Vordergrund. Animal Crossing: New Horizons ist dafür ein gutes Beispiel: ein Titel ohne Zeitdruck und ohne Niederlagen, den auch Menschen ohne Vorerfahrung nach zehn Minuten bedienen können. 51 Worldwide Classics wiederum bündelt Brett- und Kartenspiele für bis zu vier Personen an einem Bildschirm.
Praktisch relevant ist die Bauform. Eine reguläre Switch lässt sich sowohl in der Hand als auch am Fernseher nutzen. Eine Switch Lite ist ausschließlich ein Handgerät und besitzt keinen Bildausgang – für den Fernseher ist sie nicht geeignet. Diese Unterscheidung führt beim Kauf am häufigsten zu Enttäuschungen. Ältere Handgeräte wie der Nintendo 3DS spielen zusätzlich die Module der Vorgängergeneration ab und öffnen damit eine sehr große Bibliothek, etwa Fire Emblem Echoes: Shadows of Valentia.
Beim Budget fällt eine Besonderheit auf: Nintendo-Titel verlieren über die Jahre deutlich langsamer an Wert. Die Switch-Spiele in unserem Sortiment liegen im Mittel bei etwa 39 €, vergleichbare Xbox-360-Titel bei etwa 25 €. Wer viel Auswahl für wenig Geld sucht, findet sie eher bei den älteren Systemen.
Zubehör, Datenträger und der Umstieg
Zubehör ist ebenso plattformgebunden wie die Spiele selbst. Ein Lenkrad wie das Logitech G29 Driving Force Racing Wheel ist für PlayStation-Konsolen und den PC ausgelegt; an einer Xbox arbeitet es nicht. Dasselbe gilt für Controller, Ladestationen und Speicherkarten. Rechnen Sie beim Erstkauf einen zweiten Controller ein, wenn zu zweit auf einem Gerät gespielt werden soll – bei den meisten Konsolen liegt nur einer bei.
Bei älteren Geräten kommen zwei weitere Punkte hinzu. Erstens die Anschlüsse: Konsolen bis etwa 2005 geben ihr Bild über analoge Kabel aus, was an modernen Fernsehern einen Adapter erfordert. Zweitens die Regionalcodes, die bei mehreren älteren Systemen verhindern, dass ein Spiel aus einem anderen Verkaufsgebiet startet. Bei Angaben zu Zustand und Lieferumfang lohnt daher der genaue Blick in die Artikelbeschreibung.
Eine kurze Entscheidungshilfe
Fassen wir zusammen. Wenn ohnehin ein leistungsfähiger Rechner im Haushalt steht, Sie gern an Einstellungen feilen und Strategie- oder Rollenspiele bevorzugen, führt der Weg zum PC. Wenn der Fernseher der Mittelpunkt ist, die Bedienung einfach bleiben soll und erzählende Einzelspieler-Titel oder jährliche Sportreihen im Vordergrund stehen, sind PlayStation und Xbox die naheliegende Wahl – die Entscheidung zwischen beiden fällt fast immer über die gewünschten Reihen.
Wenn dagegen mehrere Personen unterschiedlichen Alters gemeinsam spielen sollen, wenn das Gerät auch auf Reisen mitkommt oder wenn Kinder mitspielen, ist Nintendo die praktischere Antwort. Und wenn das Budget eng ist: Eine Konsole der vorangegangenen Generation mit zehn passenden Spielen bereitet mehr Freude als ein aktuelles Gerät mit einem einzigen Titel.
Passende Artikel aus dem Sortiment
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Animal Crossing: New Horizons
49,95 € inkl. MwSt., versandkostenfrei
Steht im Text für den Nintendo-Ansatz: leicht zugänglich, ohne Zeitdruck, auch für Personen ohne Vorerfahrung bedienbar.
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Dark Souls III
39,49 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Beispiel dafür, dass ältere PC-Titel auf heutigen Rechnern moderate Systemanforderungen stellen.
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God of War: Ascension
24,99 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Belegt den Punkt der plattformgebundenen Reihen und der fehlenden Abwärtskompatibilität zwischen PlayStation 3 und 4.
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Logitech G29 Driving Force Racing Wheel
179,00 € inkl. MwSt., versandkostenfrei
Konkretes Beispiel im Abschnitt zum Zubehör: für PlayStation und PC ausgelegt, an einer Xbox nicht nutzbar.